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      Edes Geschichte liest sich wie ein Märchen der elektronischen Musik – eine ebenso inspirierende wie eindrucksvolle Erzählung über die transformative Kraft von Musik. Von seinen frühen Jahren, in denen Musik lediglich die Kulisse seines Lebens bildete, bis hin zur Entdeckung seiner wahren Berufung im Jahr 2016 in der Panorama Bar – Edes Weg wurde von den Werten geprägt, die Tanzmusik ausmachen: Freiheit, Offenheit und Zugehörigkeit. Ein transzendenter Moment auf der Tanzfläche führte zu einem radikalen Wandel in seinem Leben: Er gab seine erfolgreiche Karriere auf, verließ seine Heimatstadt und zog nach Berlin, um Musik zu machen. Dieser mutige Schritt wurde belohnt – seine erste Veröffentlichung erschien ausgerechnet auf dem Label seiner Träume: Innervisions. Heute ist Ede Resident-DJ im Berliner Watergate und ein weithin geschätzter Künstler, dessen Musik auf einigen der einflussreichsten Labels der Szene veröffentlicht wurde. Seine Geschichte zeigt eindrucksvoll, dass es sich lohnen kann, dem eigenen Herzen zu folgen. Geboren und aufgewachsen in Tübingen im Süden Deutschlands, fand Ede vergleichsweise spät zur Musik. Aufgewachsen in einem türkischen Elternhaus, wurde er sowohl von seinen kulturellen Wurzeln als auch von einer Vielzahl unterschiedlicher musikalischer Einflüsse geprägt. Zunächst schlug er jedoch einen klassischen Karriereweg ein und etablierte sich erfolgreich in der IT-Branche. Trotz des materiellen Erfolgs fühlte er sich innerlich unerfüllt. „Am Ende habe ich mich für andere in einen Anzug gezwängt, den ich nie tragen wollte“, erinnert er sich. Im Sommer 2016 änderte sich alles. Während eines Besuchs bei einem Freund in Berlin nahm dieser ihn mit ins Berghain. Dort, in der Panorama Bar, hörte er Âme, deren emotionale und melodische Musikauswahl ihn tief berührte. Besonders der Track „Lingala“ von Lee Burridge und Lost Desert wurde für ihn zu einem Schlüsselmoment – ein musikalisches Erlebnis, das eine tiefgreifende Transformation auslöste. Dieser Augenblick sollte sein Leben verändern. Ede entschied sich, seinen Job aufzugeben und nach Berlin zu ziehen, um Musik zu erschaffen, die genau dieses Gefühl einfängt und bei anderen Menschen ähnliche Emotionen hervorruft. Inspiriert von der emotionalen Kraft der Musik und der offenen, einladenden Atmosphäre auf der Tanzfläche, widmete sich Ede mit voller Energie der Musikproduktion. „Ich bin in einer Kleinstadt aufgewachsen und wurde aufgrund meiner Herkunft oft mit Intoleranz konfrontiert. Für mich ist das Berghain das genaue Gegenteil. Dort werde ich akzeptiert und geliebt – so wie ich wirklich bin“, erklärt er. Jedes Mal, wenn Âme in der Panorama Bar spielte, war Ede vor Ort. Schließlich kamen sie ins Gespräch, tauschten Kontaktdaten aus, und einige Monate später schickte er ihnen erste eigene Produktionen. Kurz darauf spielte Dixon seinen Track „Jenny“ beim Burning Man Festival. Wenig später erlebte Ede denselben Track live in der Panorama Bar, gespielt von Dixon persönlich. Noch am selben Abend erhielt er die Nachricht, dass „Jenny“ für die Compilation Secret Weapons 11 von Innervisions unter Vertrag genommen worden war. Der Kreis hatte sich geschlossen: Seine erste Veröffentlichung erschien auf seinem absoluten Wunschlabel. Kurz darauf wurde auch seine zweite Veröffentlichung von Jennifer Cardinis Label Correspondant gesignt. Damit war seine lebensverändernde Entscheidung nicht nur gerechtfertigt, sondern eindeutig bestätigt. In den folgenden Jahren veröffentlichte Ede Musik auf Labels wie TAU, Sum Over Histories, Jirafa und Isolate und bereiste Europa sowie viele weitere Teile der Welt, um seine emotionalen Klangwelten mit dem Publikum zu teilen. Getrieben von dem Wunsch, möglichst viele Menschen zu erreichen, verfolgt Ede einen durchdachten Ansatz bei seinen Produktionen. Er gestaltet seine Musik gezielt für die Plattformen und Künstler, mit denen er sich verbinden möchte. Im Zentrum steht dabei stets seine unverwechselbare musikalische Identität: emotional, berührend, exzellent produziert und darauf ausgerichtet, positive Energie auf die Tanzfläche zu bringen. Seine Inspiration schöpft er aus einem breiten musikalischen Spektrum und weigert sich, sich auf ein bestimmtes Genre oder Schema festlegen zu lassen. Wie viele Künstler möchte auch Ede nicht in eine Schublade gesteckt werden. Er folgt seiner Intuition und experimentiert mit unterschiedlichen Stilrichtungen. Gleichzeitig bleibt ein zentraler Gedanke stets präsent: Einheit, Freiheit, Inklusion und die Fähigkeit, Menschen auf einer tiefen emotionalen Ebene zu berühren. Bemerkenswert für einen Künstler, der in der sogenannten Underground-Szene verwurzelt ist, sind Edes Ambitionen, auch ein breiteres Publikum zu erreichen. „Ich möchte gleichzeitig so kommerziell wie möglich und so cool wie möglich sein“, sagt er. Durch den Schritt in den Mainstream hofft er, noch mehr Menschen mit seiner Musik zu erreichen und deren Leben positiv zu bereichern. Mit dem Blick auf größere Bühnen und einer Musik, die durch ihre emotionale Kraft überzeugt, scheint Ede auf dem besten Weg, diesen nächsten Schritt zu gehen. Während er weiterhin regelmäßig im Watergate auftritt und gleichzeitig rund um den Globus tourt, lebt Ede heute den Traum, der einst auf einer Berliner Tanzfläche begann. Angetrieben von der Reinheit eines lebensverändernden Musikerlebnisses bleibt seine Hingabe an die Musik ungebrochen. Sie bildet den Kern eines außergewöhnlich erfolgreichen Einstiegs in die Welt der elektronischen Musik. Wohin ihn sein Weg auch als Nächstes führen wird – eines ist sicher: Er wird von Liebe, Freude und Optimismus begleitet sein.
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